Bronze für Lech: Magdalena Egger im Gespräch

Aktualisiert: Apr 3

In der Flexenarena starten zu dürfen, ist eines meiner großen Ziele.

Bei der Junioren WM in Bansko holte sich Magdalena Egger die Bronzemedaille im Super-G und setzte damit ihre Erfolgsserie nach der verletzungsbedingten Pause fort. Im Interview spricht die 20-jährige Nachwuchshoffnung aus Lech über ihre jüngsten Erfolge, die kurze Verletzungspause und ihre Ziele für die kommende Saison.


Nach 3-fach-Gold bei der Junioren WM in Narvik im vergangenen Jahr, ist es 2021 „nur“ Bronze geworden. War das eine Enttäuschung für dich?


Im Gegenteil. In Narvik waren die Voraussetzungen völlig anders. Ich bin damals als Außenseiterin ins Rennen ge- gangen und dann ist mir an diesem Tag alles aufgegangen

- obwohl es davor eigentlich überhaupt nicht gelaufen ist. Dieses Jahr waren meine Vorbereitungen und meine Trai- ningsleistungen besser. Die konnte ich im Rennen abrufen und meinen Teil zum österreichischen Dreifacherfolg im Super-G beitragen. Die Erfahrung, als Favoritin ins Rennen zu gehen, war für mich neu. Diese Erfahrung hat mir geholfen, mich weiterzuentwickeln – auch skitechnisch und skitaktisch.


Du hattest im November des vergangen Jahres mit einer Verletzung zu kämpfen. Wie hat sich das auf deine Vorbereitungen und deine Saison ausgewirkt?


Ich bin Ende November bei einem FIS-Rennen auf den Kopf gefallen und habe mir eine Gehirnerschütterung zugezogen. Was das bedeutet, war für mich vor allem am Anfang sehr schwer einzuordnen, weil es mir nie wirklich schlecht gegangen ist, mir aber strikte Ruhe ohne Fern- sehen, ohne Handy und natürlich auch ohne Skifahren verordnet wurde. Plötzlich vom vollen Trainingsalltag auf Null zurückzufahren, war natürlich eine komische Situ- ation. Aber ich habe das Beste daraus gemacht und mich zuhause in Lech erholt - auch weil ich wusste, dass ich mir meinen Startplatz relativ schnell wieder erkämpfen kann, weil es mir im vergangenen Jahr schon einmal gelungen ist. Das gibt einem viel Sicherheit und Selbstvertrauen.


Apropos Selbstvertrauen: Du bist in dieser Saison in Levi im Weltcup gestartet und gleich auf den hervorragenden 19. Platz gefahren. Wie war das für dich?


Für mich ist völlig klar: Ich will in den Weltcup. Ich weiß, dass es möglich ist - für mich geht es jetzt in erster Linie dar- um, alles dafür zu tun, dass es nicht nur punktuell, sondern konstant möglich ist auf diesem Niveau mitzufahren. Daran arbeite ich und in diesem Zeichen wird für mich auch die kommende Saison stehen, in der ich in meiner 1er Disziplin - dem Slalom - versuchen werde, mich in die Top 30 im Weltcup vorzuarbeiten. Der erste Schritt dafür wird sein, dass ich mich in der internen Quali durchsetze und Ende November 2021 wieder einen Startplatz in Levi bekomme.


Lech hat mit der Flexenarena eine neue Renn- und Trainingsstrecke bekommen. Hattest du in diesem Jahr schon die Gelegenheit, die Trainings- bedingungen in Lech zu testen?


Mein erstes Training nach der Verletzungspause habe ich in Zürs absolviert und es ist für mich echt großartig, so nahe liegend, ein so qualitativ hochwertiges Training

absolvieren zu können. Davon profitiert nicht nur der Skiclub Arlberg, sondern letztlich das ganze Land Vorarlberg und alle Nachwuchsportlerinnen und -sportler. Und auch wenn ich in einer normalen Saison wahrscheinlich nicht oft zuhause trainieren kann, ist es natürlich eines meiner großen Ziele, hier bei einem Rennen starten zu dürfen.


Egal ob beim Blick aus dem Flugzeug oder daheim in Ober- lech – die Schönheit

von unserem Lech fasziniert mich immer wieder.

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