Lech beschließt Bausperre für Investorenmodelle

Auf Antrag unseres Bürgermeisters hat sich die Lecher Gemeindevertretung für eine zweijährige Bausperre für Investorenmodelle ausgesprochen. Damit hat die Gemeinde einen wichtigen Spielraum gewonnen, um den Bebauungs- und den Flächenwidmungsplan als politische Steuerungsinstrumente zu überarbeiten.


Gleichzeitig wird sich Bürgermeister Stefan Jochum als Vorsitzender der Gruppe der ERFA-Bürgermeister gemeinsam mit unserer Gemeindevertretung auf Landesebene für eine Überarbeitung des Raumplanungsgesetzes einsetzen, um Investorenmodellen einen Riegel vorzuschieben und den Ausverkauf unserer Heimat so langfristig zu verhindern. Das gemeinsame Ziele dabei ist es, die Lebensgrundlagen der Menschen in Lech in den Bereichen Wohnen, Wirtschaften und Arbeiten zu sichern und zu erhalten. Damit Lech auch in Zukunft ein Dorf bleibt, in dem man gut und gerne leben kann und das unsere Gäste gerne besuchen. Die Bausperre ist ein gemeinsamer und einstimmiger Vorstoß der Lecher Gemeindevertretung gegen die Investorenmodelle und hat international Aufsehen erregt.




Dieser mutige Schritt war notwendig, um den dramatischen Entwicklungen der vergangenen Monate einen Riegel vor zu schieben. Wichtig bei dem Beschluss ist, dass es sich nicht um eine generelle Bausperre handelt. Je nach Projekt, werden sich - wie immer - die zuständigen Gemeindeausschüsse mit den eingereichten Bauvorhaben befassen. Im Zuge der Genehmigungsverfahren wird geprüft, ob die Bausperre zum Tragen kommt oder nicht. Dabei werden wir als Gemeinde und in den Ausschüssen von Raumplanungsexperten begleitet, die entsprechende Gutachten ausarbeiten – damit die Objektivität und die Fairness bei der Bewertung der eingereichten Projekte jederzeit gewährleistet bleibt. Im Zentrum der Begutachtung steht die Frage, ob ein Projekt unseren Existenzgrundlagen - Wohnen, Arbeiten, Wirtschaften - widerspricht, nicht, wer das Projekt einreicht, oder woher diese Person stammt.


In der Gruppe der ERFA-Bürgermeister wurden die Bausperre und die möglichen Maßnahmen gegen die Investorenmodelle intensiv diskutiert. Mit unserem Beschluss haben wir aufgezeigt, dass ein mutiges Vorgehen gegen diese falschen Entwicklungen möglich ist. Viele blicken mit großem Inte resse auf uns und die weiteren Entwicklungen - in Vorarlberg, in Tirol, in Österreich und im ganzen Alpenraum.

198 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen