Mag.a Jutta Dieing im Gespräch

Beim OE-Prozess geht es darum, die Organisationsstrukturen in der Gemeinde zu durchleuchten, Schwachstellen zu identifizieren und die Arbeit der Gemeinde besser und

effizienter zu machen. Dabei soll die Verwaltung, noch mehr als bisher, zu einer modernen Dienstleistungseinrichtung für alle Menschen in Lech gemacht werden, indem die Servicequalität verbessert sowie die Verfahren beschleunigt und digitalisiert werden. Diese Entwicklung voranzutreiben und zu begleiten und gleichzeitig die operativen Aufgaben der Gemeinde bestmöglich

zu erfüllen, ist seit 10. Mai 2021 Aufgabe unserer neuen Amtsleiterin Jutta Dieing, die sich und ihre Arbeit für die Gemeinde im Interview vorstellt.


Frau Dieing, Sie sind jetzt jetzt seit knapp zwei Monaten als Gemeinde-

managerin in Lech tätig. Wie haben Sie ihre erste Zeit erlebt?

Ich bin in Lech sehr gut aufgenommen worden, sowohl von Seiten der Kolleginnen und Kollegen als auch von den Politikerinnen und Politikern. Von Anfang an habe ich eine große Unterstützung erfahren, die es mir erleichtert hat, mich Schritt für Schritt einzuarbeiten und die anfallenden Aufgaben zu bewältigen. Dadurch habe ich schnell einen Überblick bekommen, was mir bei meiner täglichen Arbeit sehr hilft.


Was sind ihre Ziele in ihrer Position und für die Gemeinde?

Die Aufgaben von Gemeinden werden zunehmend umfangreicher und komplexer, der Kontakt zur Bevölkerung intensiver und ausgeprägter. Diese vielfältigen Aufgabenbereiche - nämlich Bürgerorientierung und die Dienstleistung für die Bürgerinnen und Bürger, stellt für die Verwaltungen

eine besondere Herausforderung dar. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit allen beteiligten Personen aus Verwaltung, Politik und Bürgerschaft, eine Strategie für die Gemeinde Lech zu entwickeln, um für die zukünftigen Entwicklungen und Aufgaben gerüstet zu sein. Dabei ist mein Anspruch, ein modernes Gemeindemanagement mit zeitgemäßen Methoden und Prozessen aufzubauen und umzusetzen. Dazu gehört ein höherer Grad an Professionalität bei der Aufgabenbewältigung durch klare Strukturen und Transparenz, die Spezialisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Aus- und Weiterbildungen sowie die

flexible Anpassung unserer Verwaltung an neue Aufgaben und Anforderungen.


Wo liegen für Sie die größten Herausforderungen in Ihrer künftigen

Arbeit?

Lech befindet sich, wie ganz viele Gemeinden, mitten in einem enormen Transformationsprozess, der eine neue Ausrichtung und ein neues Leitbild erfordert. Dazu hat die Gemeinde Lech bereits im vergangenen Jahr einen partizipativen Organisations- und Personalentwicklungsprozess gestartet. Diesen gilt es nun von mir intensiv weiterzuführen und Schritt für Schritt umzusetzen. Der zweite große Bereich ist das neue Gemeindezentrum, in das die gesamte Verwaltung im Herbst 2023 einziehen wird. Dafür müssen Vorarbeiten geleistet werden, damit wir dann auch die notwendigen räumlichen, akustischen, ergonomischen und natürlich auch die technischen Voraussetzungen haben, um zukünftig unsere Dienstleistungen erbringen zu können. Im Zuge dessen soll die Arbeit der Gemeindeverwaltung noch transparenter und leichter zugänglich werden. Das sind die Herausforderungen vor denen wir heute stehen und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir sie gut bewältigen werden.


Was liegt aktuell auf Ihrem Schreibtisch?

Im Moment beschäftige ich mich mit ganz vielen verschiedenen Arbeitsinhalten und Schwerpunkten. Einige Themen sind zum Beispiel die optimale Straßenführung rund um die Baustelle, eine visuelle Begleitung der Flächen des künftigen Gemeindezentrums und vor allem die laufende Information für die Bürgerinnen und Bürger zum Gemeindezentrum und zum Baustellenfortschritt.

Mag.a Jutta Dieing wurde nach dem Hearing von der Projektsteuerungsgruppe zum OE-Prozess als Gemeindemanagerin vorgeschlagen und daraufhin einstimmig vom Lecher Gemeindevorstand bestimmt. Die Position der Gemeindemanagerin wurde aufgrund Ergebnisse des OE-Prozesses neu geschaffen. Jutta Dieing hat mit 10. Mai 2021 die Amtsleitung in der Gemeinde Lech übernommen. Zuletzt hat sie von 2016 bis 2020 die Abteilung Kultur der Landeshauptstadt Bregenz geleitet. Davor war die gebürtige Deutsche unter anderem als Geschäftsführerin des Kronberger Kulturkreis e.V. und Leiterin des Kultur- und Veranstaltungsbüros der Bayerischen Staatsbad Bad Kissingen GmbH tätig.

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